Alltag als Mama

Einleitung

Es ist so, meine Babys fühlen sich in meinem Bauch einfach lange sehr wohl. Dazu kommt die Tatsache, dass ich sehr große Babys bekomme und deshalb die Zeit, gegen Ende im Gegensatz zur Versorgung des Babys stehen kann. Bei Knöpfchen waren es acht Tage über dem errechneten Termin bis es dann doch von alleine los ging, bei Knöpfchens Geschwisterchen waren es sieben bis die Einleitung begonnen wurde. Da es, wie oft beim zweiten Kind, nochmal ein Stück schwerer geschätzt wurde.

Bei der ersten Geburt kamen die Wehen dann doch noch von alleine, trotzdem war ich jeden Tag in der Woche vorher im Krankenhaus, hatte schon starke Schmerzen, aber keine „richtigen“ Wehen, bis es dann zu Hause endlich los ging und ich nach 18 Stunden Knöpfchen im Arm hielt. Alle Beschwerden waren vergessen. Hauptsache war, es geht ihm gut und wir sind eine Familie.

Bei Sternchen konnten wir nicht mehr warten. Sie war sehr groß geschätzt und schon ein paar Tage über dem Termin. Das bedeutete für mich, ich wurde stationär aufgenommen und war länger von meinem Mann und Knöpfchen getrennt. Das war nicht leicht, weil wir ja gar nicht wussten wie schnell die Einleitung wirkt. Das kann sich bis zu 48 Stunden ziehen. Auf der anderen Seite wollten wir auch, dass es dem Baby auf jeden Fall gut geht und wir nichts unnötig riskieren. Also auf geht’s. Die Taschen waren gepackt und ich hatte die Hoffnung, dass die Methode schnell wirkt und ich es dann damit gut schaffe.

Tatsächlich war es dann so, dass ich kurz nach der Einnahme der ersten Tabletten erfahren habe, dass die Nachtschicht im Kreißsaal zu schwach besetzt ist und wir nicht weiter machen, wenn diese ersten Tabletten nicht wirken. Das war ein Tiefschlag, denn warten, das wisst ihr mittlerweile, ist nicht meine Stärke. Allerdings haben meine Gebete gewirkt und die Wehen kamen. Schnell und heftig. Den ganzen Tag habe ich damit verbracht von einer in die nächste zu gehen und war sehr erstaunt und ein bisschen überfordert von den kurzen Abständen. Sternchen hat das alles aber gut mitgemacht und war beim CTG immer gut versorgt. Insgesamt ging es dann doch auch wieder elf Stunden bis Sternchen bei uns war und es fiel mir schwerer mit meinem Herzen hinterher zu kommen, als bei Knöpfchen, wo es von alleine los ging.

Ich bin dankbar, dass es die Möglichkeit der Einleitung gibt und doch denke ich mir, was es für ein Segen ist, wenn man Schwangerschaft und Geburt ohne Eingriffe erleben darf. Es ist so ein sensibles und fragiles Meisterwerk und das gilt es in jeder nur möglichen Weise zu schützen.

Ich schreibe gerne mehr Details für diejenigen, die Fragen haben. Allerdings nicht hier für alle. Also meldet euch gerne, wenn ihr darüber reden möchtet.

Die Begleitung im Krankenhaus, durch Hebammen, Schwestern und Ärzte war super und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt alleine gefühlt. Auch die Aufklärung im Vorfeld war gut und ich denke, dass es auf Grund der individuellen Reaktionen der Frauen auf oft keinen Sinn macht zu sehr ins Detail zu gehen.

Und gleichzeitig ist es gut darüber zu sprechen. Denn jede Frau sollte so ein paar Dinge über Geburt und Schwangerschaft wissen, damit sie dann, wenn es soweit ist auch für sich sorgen und einstehen kann.

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