Alltag als Mama, Glaube im Alltag

Ways to go

Diese letzten Wochen vor der Geburt sind eine so besondere Zeit. Alles muss fertig werden, aber eigentlich ist es auch egal. Denn es gibt immer was zu tun. Auch wenn das Baby da ist, wird die to do-Liste wieder wachsen und wir dürfen ganz bewusst entscheiden, was davon wirklich wichtig und dringend ist. Eigentlich ist alles bereit. Wir sind bereit. Knöpfchen ist bereit. Und ob wir es dann wirklich sind, werden wir sehen.

Mein Gebet ist gerade, dass Knöpfchen gut zurecht kommt mit der neuen Situation und auch mit der Tatsache, dass er mich im Krankenhaus nicht besuchen darf. Trotzdem werde ich ein paar Tage dort bleiben, weil es sich für mich gut anfühlt und ich ja weiß, er hat seinen Papa, seine Patentante, seine Omas und Opas und die WG.

Gerade gibt es viele Dinge, die ich mit Gott bespreche. Auf der einen Seite Menschen in meinem Umfeld, die Schweres ertragen und erleiden müssen und andererseits wächst in mir ein Wunder heran und ich kann es kaum erwarten es in meine Arme zu schließen. Leben. Ich bete für diese Menschen und bin Gott dankbar, dass meine Gedankenkapazität über meine persönliche Situation hinaus geht. Ich bete auch für mich. Für uns. Für eine erträgliche Geburt und für eine gute Zeit im Krankenhaus. Es kommen Dinge auf uns zu, die wir nicht kontrollieren und nur bedingt vorbereiten können. Deshalb übe ich mich gerade wieder im Vertrauen. Das klappt mal gut und mal weniger gut. Obwohl ich weiß, dass Gott mir bisher nur Dinge auferlegt hat, die ich tragen konnte und die mich letztendlich haben wachsen lassen.

Er erhört meine Gebet. Das spüre ich gerade sehr, weil ich mich annehmen kann. Mein Körper hat sich wieder krass verändert, klar, da wächst ein Baby heran. Aber ich hadere nicht mit jedem Kilo, dass ich zunehme, sondern kann mich mit liebenden Augen anschauen und es ist mir fast egal wenn mich jemand nach den Zwillingen fragt. Die es nicht geben wird. Es ist ein Baby. Und ja, da bin ich mir sicher.

Die nächsten Tage werde ich doch noch ein paar Dinge erledigen… lassen. Der Werkzeugschrank muss schon ordentlich sein, den soll das Baby ja auch gleich gezeigt bekommen. Die Erde fürs Hochbeet muss her und alle Stolperfallen im Schlafzimmer müssen entfernt werden. Fenster könnte ich auch mal noch putzen, achja und dann stehen da ja noch diverse Geburtstage an. Es gibt viel zu tun. Aber am schönsten sind die Momenten in denen das Baby in meinem Bauch tritt und mich daran erinnert, dass wir bald ganz viel Zeit miteinander verbringen werden. Dann setzte ich mich hin. Mache eine Pause. Lege meine Hand auf den Bauch und spüre dieses kleine Wesen, das unsere Welt bald auf den Kopf stellen wird. Ich kann es kaum erwarten. Du bist willkommen.

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