Glaube im Alltag, Visionen

Schönheit liegt…

…im Auge des Betrachters.

Ich habe euch ja schon davon berichtet, dass ich öfters mal Schwierigkeiten habe, Bilder von mir schön zu finden. Im Oktober letzten Jahres waren wir auf so einer wundervollen Hochzeit und der Fotograf hat es tatsächlich geschafft Bilder von mir zu machen, die ich mag.

Heute kamen sie an und deshalb teile ich jetzt eins davon mit euch. Ich liebe es wenn ich so lachen kann. Meistens ist es sehr ansteckend für andere, laut und kommt aus meinem tiefsten Herzen. An diesem Tag war ich so glücklich. Zwei Menschen, die ich so gerne mag, haben sich vor Gott getraut und wir durften dabei sein. Ich habe Freunde aus dem Studium wieder getroffen und alle waren so glücklich. Ein wirklich schönes Fest, schöne Menschen, ein berührender Gottesdienst.

Wenn sich Menschen voller Liebe anschauen, wie das Brautpaar an diesem Tag, dann kann ich nicht anders. Dann bin ich glücklich und es spiegelt wieder, was in meiner Seele, in meinem Herzen geschieht, wenn ich so lachen kann.

Ich finde auf diesem Bild sicher auch Dinge, die ich nicht schön finde. Zum Beispiel mein bekannter Griff, zu Brille. Ich muss mich einfach immer wieder versichern, dass sie da ist. Sie hilft mir zu sehen. Dass der Fotograf es trotzdem geschafft hat in diesem Moment ein schönes Bild zu machen, macht mich froh. Es ist nicht perfekt. Ich bin es nicht. Aber ich kann mich mit liebenden Augen anschauen. Ich darf beim Betrachten dieses Bildes glücklich und erfüllt sein.

So schaut auch Gott mich an. Der Unterschied ist, er braucht keinen Fotografen, der diesen Moment fest hält, der mir gefällt, sondern er hat immer den uneingeschränkten Blick auf mich. Er muss sich auch nicht seine Brille zurecht rücken um mich richtig sehen zu können. Sein Blick ist voller Liebe, Verständnis und Wohlwollen, für mich, sein Kind. Seine geliebte Tochter.

Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt.
Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl.

Psalm 139, 13+14

Zu spüren wie neues Leben in mir heran wächst und mir vorzustellen, was für ein Mensch das später mal sein wird, erfüllt mich mit großer Freude, aber auch mit Ehrfurcht. Meinen Kindern zu vermitteln, dass sie schön sind und es ok ist, wenn sie manches an sich wirklich mögen, gehört wohl zu einem meiner größten Ziele. Es ist mir völlig klar, dass wir niemals alles an uns schön und toll finden und das wäre wahrscheinlich auch etwas unrealistisch, aber jeder von uns braucht solche Momente, wie ich heute. In denen wir selbst unsere Betrachter sind und mit dem Ergebnis zufrieden. Ich wünsche euch, dass ihr solche Momente habt und sie genießen könnt.

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