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Getankt

Wenn mir als Kind jemand gesagt hätte, dass meine Schwester einmal eine der wichtigsten Personen in meinem Leben wird, hätte ich es nicht geglaubt. Nicht, weil ich sie nicht mochte, aber weil wir so unterschiedlich waren und uns stritten bis aufs Blut. Wirklich. Es war schlimm.

Nach unserem Familienwochenende fühle ich tiefe Dankbarkeit und mich reich beschenkt und gesegnet. Die Zeit mit meiner Nichte und meinen Neffen, die Gespräche mit meinen Eltern, meiner Schwester, meinem Schwager. Die gemeinsame Zeit. Das ist wirklich Advent und ich bin dankbar für diese Traditionen und die gemeinsamen Erlebnisse. Wir sind nicht immer einer Meinung. Warum auch? Aber wir hören uns, sehen uns und können uns ertragen. Das kann auch nicht jeder von sich behaupten.

Voller Vorfreude auf die neue Woche fahren wir nach Hause. Hier eine Feier, da eine Schicht auf dem Weihnachtsmarkt, die letzten Geschenke besorgten, Menschen überraschen und mit den Kindern staunen. Über das Wunder in der Krippe, über die Lichter in der Stadt.

Am Freitag Abend haben wir über das Licht gesprochen. Licht sein. Mutig sein. Sich nicht von der Dunkelheit einlullen lassen, sondern bewusste und überzeugte Schritte gegen, um Licht zu verbreitern und es in uns selbst hell werden lassen.

Ich blende die globalen Probleme und Schwierigkeiten, Krisen und Krieg nicht aus. Manchmal weine ich vor Wut, manchmal zittere ich vor Angst. Meine Hoffnung und Zuversicht aber, lasse ich mir nicht nehmen. Ich gehe durch Täler und steige auf Hügel, staune über Wundervolles und Wunderliches, bin enttäuscht, verzückt, zerrissen. Und manchmal alles auf einmal.

Advent, Zeit des Wartens und Staunens. Des Hoffens und Bangens. Damals wie heute. Brandaktueller Schnee von gestern.

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