Alltag als Mama

In Bewegung

Ich will euch aber auch mal schreiben was mir gerade trotz der ganzen Tiefschläge mit kranken Kindern gelingt.

Der Sport ist zurück in meinem Leben und ich schaffe es intuitiv und ohne Druck in mir Sport zu machen und es zu mögen. Das ist gerade so gut für mich. Ich habe ein kleines Set Kraftübungen in meinen Tagesablauf eingebaut und mache das zum frühest möglichen Zeitpunkt des Tages. Spätestens abends, wenn dann beide Kinder schlafen, bevor ich auf die Couch oder ins Bett gehe. Das Set besteht aus Bauch-, Rücken- und Yogaübungen, die ich mir über die Jahre gemerkt habe und die mir gut tun. Mein Körper braucht gerade Kraft und deshalb nehme ich mir dafür die Zeit. Es dauert nicht lange und ich kann es anpassen. Ich brauche keinen Laptop, kein Zubehör. Nur meine Matte und ich. Je simpler, desto leichter umzusetzen. Manchmal mache ich sie auch im Kinderzimmer auf dem Boden, wenn beide Kinder zufrieden sind. Knöpfchen weiß schon Bescheid und fragt dann, ob ich meinem Rücken was Gutes tue, damit er ihn tragen kann. Kluger Junge.

Ich fahre fast alle Wege mit dem Rad und beiden Kindern im Anhänger. Ohne E-Antrieb und ich wähle meine Kleidung so, dass ich mich immer gut bewegen kann. Es soll keine Ausreden geben.

Heute morgen bin ich mit Sportklamotten los zur Kita und hatte im Kopf, dass Sternchen möglicherweise nicht begeistert sein wird von einem stark ruckelnden Kinderwagen. Was soll ich sagen. Wir sitzen auf dem Spielplatz und sie schläft auf meinem Arm. Aber den Weg dorthin bin ich gejoggt und ich habe heute zumindest einmal meinem Puls hochgejagt. Wer weiß was der Tag noch bringt. Wettrennen gegen das Laufrad vielleicht.

Ich schreibe das um euch zu ermutigen. Ich habe nach Sternchens Geburt Zeit gebraucht um einen guten Weg zu finden, wie der Sport in meinem Alltag Raum findet. Auch wenn ich mich am Tag viel bewege ist das doch nur Bewegung und oft zwar anstrengend, aber nicht gut für meinen Rücken oder meinen Beckenboden. Ich habe keine Lust auf einen Sportkurs oder Youtubevideos. Ich kombiniere die sportliche Bewegung mit Ruhe für meine Gedanken und denke oft nur über ein Thema nach.

Durch die bewusste Bewegung habe ich einen besseren Zugang zu meinem Appetit und kann auch da besser auf mich hören. Mache aber keine Diät oder zähle irgendetwas. Ich spüre mich und ich glaube, dass das viel mehr wert ist als in irgendwelche alten Klamotten zu passen. Es geht mir nicht um Gewichtsreduktion, sondern ein gutes Körpergefühl und Fitness. Ich finde den Gedanken, irgendetwas auf Grund meiner körperlichen Verfassung nicht tun oder probieren zu können, schrecklich und lege alle Scham ab, wenn mein Sohn mich auf dem Spielplatz fragt ob ich mit ihm ganz hoch kletterte. Ich versuche es. Trotz Höhenangst, mein Körper hat Kraft. Und mein Geist auch.

Es spielt alles zusammen, körperliche und mentale Gesundheit. Ich bin dankbar, dass es mir gerade leicht fällt und ich auch merke, dass die Schmerzen nachlassen und es tatsächlich verkümmerte Muskeln waren, die sich da gemeldet haben. Ich werde mich jetzt wieder besser um sie kümmern um meine Kinder durch schwere Zeiten tragen zu können und mich auch.

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