Glaube im Alltag

Behind the scenes

Also mal ehrlich. Ich frag mich gerade manchmal schon ob das alles wirklich passiert.

Angefangen hat alles ganz harmlos. Naja fast. Mein Mann hatte Schnupfen. Positiv. Mein Sohn bekam Fieber. Auch positiv. Hohes Fieber. Schwester auch Fieber. Negativ. Knöpfchen geht’s gar nicht gut. Fieberkrampf. So etwas Schreckliches habe ich noch nicht erlebt. Es hat mich eiskalt und unvorbereitet getroffen. Ich war richtig geschockt. Wir haben den Notarzt gerufen, der kam schnell. In der Zwischenzeit ist Knöpfchen schon auf mir eingeschlafen. Sternchen hat geweint. So ein Krampf kann einmalig sein und wir sind sehr dankbar über unser gut funktionierendes Gesundheitssystem. Mein Mann und Knöpfchen sind dann für eine Nacht ins Krankenhaus zur Beobachtung. Es ist alles gut. Nach einem Tag kamen sie wieder nach Hause und wir sind glücklich wieder zusammen zu sein. Unsere Liste, was wir nach der Quarantäne machen wächst: Zoobesuch, Omas besuchen, Eis essen habe ich ja schon erwähnt, im Unverpackt Gummibärchen kaufen.

Es ist herausfordernd. Wir streiten. Versöhnen uns und haben große Sehnsucht nach draußen. Die kann die Terrasse teilweise stillen, aber gegen einen Spaziergang durch den Hardtwald kommt sie halt nicht an. Immerhin darf mein Mann jetzt schon wieder raus.

Ich bin sehr dankbar um viele gute Kontakte, bei denen ich mich auch beschweren darf, dass es gerade schwer ist und nicht immer so tun muss, als wäre es super.

Ich bin echt auch müde und hab krasse Augenringe, das habe ich eigentlich sonst nie und es zeigt mir, Corona nagt an mir. Körperlich und mental.

In dieser intensiven Quarantänezeit sind wir als Familie noch enger zusammen gewachsen und uns auch tierisch auf die Nerven gegangen. Wenn man sogar auf dem Klo Ritter Rost aus der Toniebox hören soll, dann ist es einfach auch mal zu viel und ich werde sauer.

Unsere Terrasse hat jetzt aber wirklich sehr profitiert und wir sind bereit für Besuch. Kommet zu Hauf. Gerne spontan, gerne lange und gerne mit Freude.

Die letzte Woche hat mich sehr herausgefordert. Ich hatte große Angst um unseren Sohn und mein Mann und ich sind da sicherlich auch noch eine Weile achtsamer in der Nacht oder wenn er einen Infekt hat. Wenn man so krasse Herausforderungen erlebt bekommt man ja auch immer mal wieder schlaue Sprüche geschickt und manchmal nervts. Aber der hier, der ist wirklich gut:

No rain, no flowers.

Also haben wir gleich mal Blumen gepflanzt. Knöpfchen hat seinen eigenen Topf bekommen und voller Stolz gepflanzt. Gestern. Heute war er verwundert warum man da noch nichts sieht. Manchmal regnet es halt erstmal eine Weile, bevor man die Blumen sehen kann. Oder so. Geduld ist langsam aufgebraucht und wir freuen uns schon sehr. Sehr! Auf die wundervolle Welt da draußen. Die gerade auch etwas verrückt spielt, zugegeben, aber sie ist da. Und um mehr mache ich mir jetzt heute Abend keine Gedanken mehr.

Habt ihr übrigens gewusst das Handarbeiten ähnlich meditativ sind wie Yoga und andere autogene Methoden? Mir hilfts sehr und das werde ich jetzt tun. Habt eine gute Nacht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s