Alltag als Mama, Glaube im Alltag

Mischgefühl

Auf dem Heimweg von unserem Kurzurlaub bei meiner Schwester sind uns viele Fahrzeuge der Bundeswehr begegnet. Die Kinder schliefen im Auto, ich habe geweint.

Wir hatten schöne Tage. Gute Gespräche. Kinderlachen. Komplimente. Schwesternzeit. Sorgen teilen. Zukunft besprechen.

Und ein paar Autostunden weiter tobt ein Krieg. Wie konnte das passieren?

Es erstaunt mich immer wieder, wie sehr wir in unserer Welt leben können ohne Anteil zu nehmen an dem was andere bedroht. Erst bei einer Eskalation kommt es bei uns an und wird greifbarer. Aber auch da gibt es Unterschiede. Und das ist das Grausame daran.

Heute saßen wir auf dem Spielplatz in der Sonne. Einige Eltern aus der Kita. Die Kinder haben gespielt. Es war lautes Lachen zu hören, Unbeschwertheit. Und plötzlich der Gedanke in mir: wie kann ich hier so sitzen, wenn woanders ein grausamer Krieg herrscht? Menschen um ihr Leben fürchten? Nicht wissen wie es weiter geht.

Wieder zu Hause habe ich Kinderkleidung aussortiert. Viel davon. Ich möchte es an ukrainische Familien weitergeben. Aber so selbstlos wie es sich liest ist es nicht. Wir haben Kleidung im Überfluss, also kann ich leicht abgeben. Kurz hat es mich sogar genervt entscheiden zu müssen. Dann habe ich mich für den Gedanken geschämt.

Wie weit wird es kommen? Was kann ich tun? Wem kann ich helfen? Was ist gerade ein gutes Verhalten?

Ich fühle mit und fühle mich gleichzeitig gut…

Brauche Tage um diesen Beitrag zu beenden. Wir sind viel draußen. Die frische Luft tut gut. Heute fährt Sternchen zum ersten Mal eine längere Strecke im Anhänger. Ich fühle mich frei und fühle mit. Will helfen und bete.

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