Alltag als Mama

Wehmut vs. Freude

Heute sind zwei spannende Dinge passiert, eigentlich sogar drei.

Als letztes Projekt während meiner Arbeit durfte ich mit einem Team die Umgestaltung unseres Cafés in der Gemeinde vorantreiben. Heute war die Wiedereröffnung und wir konnten als Familie dabei sein. Mit vielen anderen Gemeindemitgliedern haben wir diesen besonderen Moment, den wir so lange herbei gesehnt haben, gefeiert und genossen. Leckerer Kuchen, Eis, Limonade und Kaffee. Alles stand bereit und war so liebevoll vorbereitet vom Caféteam. Es ist toll, dass ich vor meinem Mutterschutz noch etwas Nachhaltiges beitragen konnte und umso schöner war es heute, zu sehen wie es weiter wächst und wie das Team seine eigenen Ideen umsetzt und verwirklicht. Ein klein bisschen Wehmut war auch dabei heute, aber viel mehr Freude darüber, dass sich all die Arbeit gelohnt hat.

Die zweite Sache ist, dass sich heute Abend bei uns zu Hause ein Team trifft, in dem ich selbst jahrelang aktiv war und seit letztem Jahr nicht mehr dabei bin. Das CVJM Kraftwerkteam. So viel ist durch meine Mitarbeit dort entstanden. Ich habe meinen Mann kennengelernt, unsere Wohngemeinschaft ist daraus gewachsen und ich selber durfte so viel lernen und auch viel an jüngere Mitarbeiter weitergeben. Zu sehen, dass die Arbeit weiter geht ist ein großer Segen und ich freue mich über die Verbundenheit. Aber auch hier spüre ich ein wenig Wehmut.

Und wenn ich so überlege ist die spannendste Sache eigentlich schon heute morgen passiert. Ich war mit Sternchen bei der U3. Unser kleines Mädchen ist jetzt schon sechs Wochen alt und entwickelt sich wunderbar. Sie ist gesund und wächst so schnell. Dieses Wunder erfüllt meinen Alltag und zeigt mir, bei aller Wehmut wo ich gerade hingehöre, beziehungsweise was gerade an mir kleben darf. Meine Kinder. Manchmal sehne ich meine Dusche am Abend herbei, weil den ganzen Tag zwei Kinder an mir kleben. Und vielmehr sehne ich mich dann wieder nach ihnen. Dieses Gefühl ist kaum zu beschreiben und ich liebe es, Mama zu sein und diese Aufgabe zu erfüllen. Unseren Alltag zu gestalten und schöne Dinge zu planen. Ich biete meinen Kindern den Schutz, den sie brauchen und versuche sie in dieser Welt, die so schnell ist, zu begleiten und zu ermutigen.

Auch wenn manche Dinge enden, so gibt es doch andere die sich weiterentwickeln und wachsen. Unsere Familie. Und ehrlich gesagt ist dir Aussicht auf eine lange Elternzeit auch richtig schön, denn so sehr ich meine Arbeit liebe, ich habe so viele Ideen in meinem Kopf und freue mich auf diese Zeit, in der ich frei bin, zu gestalten, zu begleiten und zu lernen. Und wer weiß, was am Ende der Elternzeit auf mich wartet. Jetzt ist jetzt. Und heute Abend gehe ich als zufriedene und reich gesegnete Mama, Ehefrau, Freundin, Tochter und Kreative ins Bett.

Gute Nacht!

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