Allgemein, Tiefgang

Ehe

Wie schnell die Zeit vergeht merken wir oft daran, dass wir wieder einen Jahrestag feiern. Schon wieder ein Jahr vorbei, aber hey, wir sind noch zusammen und glücklich. Das ist gut und nach diesem verrückten Jahr sicher keine Selbstverständlichkeit, wenn wir ganz ehrlich sind.

Das ging doch so manches Mal an die Beziehungsbasis. Wirbelte unseren, gerade neu gefundenen Alltag durcheinander und stellte uns auch noch vor die Herausforderung ein neues Zuhause zu schaffen, auf das wir uns so lange schon gefreut haben.

Aber ich möchte eigentlich gar nicht viel über unsere Ehe schreiben, eher einen Werbeblock für die Ehe im Allgemeinen.

Was für eine gute Erfindung. Nach gerade mal fünf Monaten Beziehung hat mein Mann schon gefragt, ob ich ihn heiraten möchte. Ich gebe zu, ich war kurz überrascht, aber meine Antwort war klar. Worauf warten? Wenn man sich sicher ist? Warum zögern, wenn man sich vertraut? Ich muss dazu sagen, dass wir uns schon vier Jahre lang gekannt haben und in diesen vier Jahren viele Gespräche geführt haben, die man vielleicht bei den ersten Dates führen würde. Und doch war es ein taffes Tempo. Neun Monate danach heirateten wir standesamtlich, zwei Jahre später dann kirchlich. Wir haben zwei riesige Parties geschmissen und ein Tag war schöner als der andere.

Vor unseren Familien, Freunden und Gott die Ehe zu schließen war ein Fest. Am liebsten würden wir jedes Jahr so eine Party schmeißen. Das wäre doch mal ne gute neue Tradition. Nicht nur unsere Geburtstage zu feiern, sondern erst recht, dass wir zueinander gefunden haben, eine Familie gründen dürfen und uns an all den Überraschungen, die Gott für uns bereit hält, weiterentwickeln und an ihnen wachsen können.

Sich zu entscheiden, für einen Menschen, die Ehe, das ist gut. Ich beobachte gerade um uns herum oft das lange Zögern für den nächsten Schritt. Manchmal frage ich mich, warum? Worauf warten die denn? Meistens fällt mir dann schon ein, dass unser Weg nicht der richtige Weg für alle anderen ist und trotzdem macht es mich manchmal stutzig.

Die Ehe ist etwas Wundervolles. Wir teilen sie nur mit einem Menschen und darin liegt die ganze Magie. Es gibt Tage, an denen ich meinen Mann kaum sehe und trotzdem weiß ich, er ist da. Für mich, für Knöpfchen. An anderen Tagen sehe ich ihn sehr viel und werde immer wieder daran erinnert, warum es gut war ihn zu heiraten. Nicht, dass ich diese Erinnerungen ständig brauchen würde. Aber es ist schon gut, wenn mir diese Dinge auffallen, die ich an ihm liebe. Das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns nicht voreinander entfernen.

Wir haben schon ein paar Seminare zum Thema Ehe besucht, haben Eheabende gemacht und diese gemeinsam geschwänzt. Wir lernen uns mit jedem Ehejahr besser kennen und entdecken neue Gemeinsamkeiten. Wir entwickeln uns miteinander und nicht voneinander weg. Wir stehen nicht in Konkurrenz, sondern sind ein Team. Und trotzdem knallt es manchmal. Denn das durfte ich in der Ehe auch lernen, zu streiten. Obwohl da auch noch Entwicklungspotenzial liegt.

Ich bete und glaube, dass unsere Ehe Bestand hat und den Stürmen des Lebens trotzen kann. Gleichzeitig weiß ich um ihre Zartheit und möchte mich stets daran erinnern, sie sanft zu pflegen und ihr geduldig beim Wachsen zuschauen.

Auf viele weitere Jahre mit meinem Lieblingsehemann.

Sein Zitat zu diesem Bild: „Bekommst du noch kurz deine Mimik in den Griff?“ – Na klar, für dich doch immer. :*

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