Kennt ihr diese Tage? Da ist irgendwie alles so schwer und mühsam und man ist schon froh, wenn man es schafft den Kindern einen Snack Teller zu machen, kleiner Scherz, ich meine, ihnen einen Riegel aus dem Schrank zu holen.
Heute brauche ich für alles Extraanschub. Nicht mental. Körperlich. Mein Körper fühlt sich schwer an und müde. Also versuche ich dem nachzugeben und nicht, wie gewohnt und erlernt, darüber weg zu gehen.
Und es ist ja nicht so, dass man an diesen Tagen nichts schafft. Eigentlich habe ich heute relativ viel gemacht. Aber es ist natürlich Luft nach oben. Wie immer. Jetzt versuche ich mich mit dem zufrieden zu geben, was ging und geht.
Aber es fühlt sich komisch an, an einem ganz normalen Mittwochnachmittag im Bett zu liegen und das, nachdem ich schon einen Mittagsschlaf mit Bienchen gemacht habe. Die Mädchen spielen, Knöpfchen besucht hier im Haus seinen Freund und ich darf jetzt ruhen. Wer weiß wie lange. Aber jetzt gerade geht es und das will ich mir merken.
Ich habe den Eindruck, dass sich gerade die Ereignisse überschlagen und bei uns und um uns herum viel los ist und die nächsten Monate echt spannend werden. Jetzt liegt es an uns, was wir draus machen. Uns dem Stress und den to do’s hingeben oder uns bewusst für Entschleunigung und Fokus entscheiden. Fokus auf das nächste und nicht das überüberübernächste Projekt.
Im letzten Jahr habe ich gelernt, dass wir vor allem in stressigen Zeiten dazu neigen das zu streichen, was uns eigentlich am meisten unterstützt. Sport, gute Ernährung, Zeit mit Freunden und Familie. Klar, das sind die Termine im Kalender, die wir am schnellsten löschen können, weil wenig Gegenwind kommt. Der müsste ja aus uns selbst heraus kommen. Und das habe ich gelernt. Dieses Mal bleibe ich dabei.
Und was auch hilft, sind natürlich Freunde, die mich kennen und verstehen was mich stresst und das nicht klein reden und mich gleichzeitig ermutigen locker zu bleiben. Gar nicht so einfach.
Gerade bin ich einfach dankbar. Dafür, dass Dinge in Gang kommen und wir unseren Träumen immer näher kommen. Dankbar für unsere Gemeinschaft hier und dass wir gerade alle fünf gesund sind. Und ich freue mich auf unsere Geburtstage. Meine Liebsten zu beschenken und die Feiern zu organisieren. Ich mag meine Arbeit und versuche kleine Brötchen zu backen.
Ich habe so viele Ideen und Visionen. Und immer wieder darf ich über meinen Kopf staunen und freue mich, dass ich endlich auch wieder Erfüllung und Freude im Mamasein und dem manchmal schon auch anstrengenden Alltag finde.
Morgen bin ich sicherlich wieder fitter und darf es jetzt einfach auch so annehmen, ohne mich zu verurteilen oder schlecht zu fühlen. Es ist ok. Vielleicht ist es auch ok, dass bei dir heute nicht alles wie am Schnürchen lief?