Empfehlungen, Glaube im Alltag

So viel Zeit

Heimelig

Es ist eine außergewöhnliche Situation in der wir uns gerade befinden und keiner weiß so recht, was er sagen soll. Plötzlich ist so viel Zeit, aber es gibt doch so viele Dinge, die weiterlaufen müssen, ja kein Stillstand! Das wäre fatal. In manchen Bereichen wäre es das tatsächlich, man denke da nur mal an die ganzen Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Mein Gebet gilt in diesen Tagen besonders diesen Menschen. Aber sein wir mal ehrlich. In vielen Bereichen schadet es nicht, dass es eine streng verordnete Atempause gibt, denn selbst nehmen wir sie uns ja doch nicht. Oder wir füllen sie mit Terminen und to do’s, Urlauben und Attraktionen. Was geht, wenn scheinbar nichts mehr geht?

1. Johannes 5,12

Atmen. Das geht immer. Tief einatmen und spüren, ich bin noch da. Handlungsfähig und im Besitz meiner geistigen Fähigkeiten. Ich darf meinen Verstand benutzen und dem System, in dem wir Leben trauen. Auch wenn mir manches nicht von Anfang an einleuchtet und ich diesen Satz auch nicht immer so schreiben würde. Aber jetzt gerade, in dieser besonderen Situation, da ist es richtig.

Wir können runterfahren, ruhig werden, achtsam sein mit uns, aber vor allem mit unseren Mitmenschen. Aufatmen. Zwar nicht ganz frei von Sorgen, denn so richtig wissen wir ja nicht, was da gerade so alles passiert. Aber zuversichtlich und hoffnungsvoll dennoch. Wir haben durch unseren Glauben so einen großen Vorteil. Wir haben die enge Verbindung zu unserem Gott, der schon viele Ausnahmesituation gemeistert hat und der auch durch diese Zeit mit uns geht. Ihm können wir in dieser besonderen Situation begegnen und ihm all unsere Ängste, Zweifel, unser Unverständnis und unsere Überforderung hinwerfen.

Wichtig bleibt, dass wir uns nicht anstecken lassen von unbegründeter Hysterie und dennoch verantwortungsvoll und vorsichtig durch die nächsten Wochen gehen. Ran ans Telefon, skyped was das Zeug hält, schreibt Briefe, malt Bilder, geht in die Natur und staunt, was da gerade trotzdem passiert. Lacht und weint und lasst mal alles raus. Im Meeting wird es am nächsten Tag niemandem auffallen, das fällt ja aus.

In allem finden wir Gutes. Streckt euch danach aus, ergreift es und genießt die Ruhe und Zuversicht. Es wird alles wieder gut. Atmen und im hier und jetzt sein. Ihr müsst nicht jede neueste Meldung verfolgen und wissen, wer jetzt gerade wo wie viele Rollen Toilettenpapier gekauft hat. Aber ihr könnt euch bei euren Nachbarn erkundigen ob sie etwas brauchen, füreinander beten und euren Glauben mit denen teilen, die grad allen Glauben verlieren und sich haltlos fühlen.

Es fühlt sich doof an, ja, aber es wird alles wieder gut werden. Trinkt ein Glas Wein und ruft jemanden an. Setzt euch in netter Runde zusammen, spielt was oder schaut einen Film. Schütz eure Gedanken und euer Herz und bleibt vertrauensvoll und auf den ausgerichtet der es gut mit uns meint.

Vielleicht möchtest du einen Kommentar hinterlassen oder mir eine persönliche Nachricht schreiben? Gerne, jederzeit.

PS: Bei der Post könnt ihr Online Briefmarken kaufen und ausdrucken, dem Brief an Oma, Opa, Freunde, Verwandte oder wer euch sonst noch so einfällt, steht nichts mehr im Weg.

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