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Ferien

Seit wir ein Schulkind haben sind wir wieder in einem Rhythmus angekommen. Sicherlich auch durch den neuen Job meines Mannes, der die Wochenenden zur Familienzeit macht und erträgliche Arbeitszeiten hat.

Rhythmus, Struktur und Rahmen. Eigentlich sind das nicht die Worte, die mein Herz höher schlagen lassen. Aber ich muss sagen, so verkehrt finde ich es gar nicht und ich genieße es mehr und mehr, mich und unsere Familie innerhalb dieser neuen Strukturen zu organisieren.

Es ist irgendwie spannend, dieses System Schule jetzt als Mama wieder zu erleben. Beim letzten Elternabend wurde mir eine halbe Stunde vorher ganz komisch. Aber dort angekommen war alles ok und ich war einfach wieder froh, dass Knöpfchen so eine tolle Lehrerin und Schule erwischt hat und bisher so gut zurecht kommt. Er ist so groß geworden und versteht schon so viel.

Sternchen ist aktiv wie eh und je. Tanzt und singt, erzählt Geschichten, hilft hier und dort und kann wirklich das meiste schon allein. Manches auf ihre Art, aber wir lernen ihr Raum zu geben und sie liebevoll zu begleiten. Was immer öfter gelingt.

Bienchen fängt an zu reden und es ist wirklich sehr lustig, wenn sie ihre kleine Freundin aus der Hausgemeinschaft vermisst und nur noch deren Namen rufend durch den Hof marschiert. Was für ein schönes Leben.

Das Leben in einer so großen Gemeinschaft ist schon wirklich toll und dann noch die Nachbarschaft, mit so vielen Menschen, die Lust auf uns haben und Interesse an unserem Wohnmodell. Klar, manchmal ist es auch spannend, aber es wäre komisch, wenn es das nicht wäre.

Ich spüre in allem schönen und gefestigten aber auch immer wieder Momente, in denen es schwankt. Nachrichten von guten Freunden, Krankheiten, Leiden, Veränderungen. Das Leben macht keine Pause um uns herum und ich darf lernen anzunehmen, dass das ganz normal ist und es mir trotzdem gut gehen darf und kann.

Ich lerne gerade mehr Mitgefühl mit mir selbst zu haben und nicht nur mit anderen. Ich lerne, dass Jesus genauso an mir interessiert ist wie an allen anderen Menschen und ich es wert bin, gut für mich zu sorgen, auch wenn es im Leben eines Freundes gerade schwankt. Oft empfinde ich es als Segen, so mitfühlend zu sein, aber es ist manchmal auch schwer und anstrengend.

Zum Glück macht Jesus keine Ferien und hört sich immer wieder meine Worte und Gebete an, auch wenn sie sich wiederholen. Immer öfter mache ich gerade einen kurzen Moment Pause und gebe ihm den Menschen, um den ich mich gerade sorge. Und es wird leichter. Nicht immer sofort, aber spürbar. Und ich weiß, er trägt es. Ich muss es nicht tragen.

Die Ferien jetzt als Auftankmöglichkeit zu nutzen, gelingt mir noch nicht so gut. Aber ich habe ja noch ein paar Jahre Zeit das zu lernen.

Ich wünsche euch allen schöne Ostern. Momente der Nähe zu Gott und ein neues Ausrichten auf das was wirklich zählt.

Was auch immer es für Dich sein mag.

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