Unser Bienchen ist jetzt schon mehr als fünf Wochen bei uns und langsam kommt er wieder. Der Alltag. Mit drei Kindern schon was anderes als vorher und ich bin gerade sehr froh, dass ich Strukturen mag. Während unseres Babyurlaubs haben wir uns verschiedene Dinge überlegt, die uns den Start in den Tag und überhaupt den Alltag als Familie erleichtern können und das versuchen wir jetzt umzusetzen. Die beiden Großen sind nicht immer begeistert, wenn sie dann doch wieder aufräumen müssen und doch eigentlich nur das Zimmer verwüsten wollten. Aber es hilft einfach in Ordnung zu leben und ermöglicht es mir, auch wirklich Pausen zu machen.
Zu ähnlichen Zeiten Abendessen, Abendroutine, Sachen für den nächsten Tag vorbereiten, Frühstück in der Kita, damit Sie ein bisschen länger schlafen können.
Es wird sich zeigen was davon uns dient und was uns nervt. Knöpfchen hat mich direkt gestern gefragt, wann er wieder ausschlafen kann. Das Wochenende kommt ja zum Glück bald wieder
Ich versuche mir noch bewusst zu machen, dass ich streng genommen noch im Wochenbett bin und eigentlich überhaupt nichts muss, außer mich um Bienchen, Sternchen und Knöpfchen zu kümmern. Alles was sonst leicht geht ist toll, muss aber nicht. Und doch bin ich froh, dass alle Urgroßeltern unsere Kleine schon kennengelernt haben.
Mein Mann ist jetzt wieder arbeiten und ich bin sehr dankbar für die letzten Wochen, in denen wir wirklich viel Zeit gemeinsam hatten und auch als Paar und Eltern wieder enger zusammen gewachsen sind. Es ist so ein Geschenk, dass wir uns so gut verstehen und gemeinsam unsere Kinder großziehen, als Team.
Ich bin dankbar um jedes Wäschestück, das ich wasche und aufhänge. Um jede Mahlzeit, für ich zubereite (und die auch noch schmeckt). Ich bin dankbar um jedes Buch, das ich vorlese und um jeden kleinen Ausflug, zu dem wir uns aufmachen.
Endlich kann ich auch wieder selbst Autofahren und spüre die Freiheit, die mir so lange gefehlt hat. Die hat nicht nur mit dem Autofahren zu tun, eher mit meiner körperlichen Verfassung. Jetzt wird der Radius Tag für Tag größer und das fühlt sich gut an. Bienchen und ich entdecken den Schlossgarten und ich versuche mit ihr die gleichen Dinge zu machen wie mit den beiden Großen damals.
Das Schöne im Alltäglichen entdecken, Dankbarkeit üben für die Dinge, die wir haben ohne etwas dafür zu tun. Das sind meine größten Aufgaben in dieser Zeit.
Heute morgen, als es ruhig wurde in der Wohnung, weil drei von fünf aus dem Haus waren, hab ich mir meine Gitarre geschnappt und Gott gedankt. Für dieses Leben. Für seine Güte. Alle Tage.