Alltag als Mama, Glaube im Alltag

Herbstblues

Kennst du das? Der Sommer geht vorüber, wunderschöne warme letzte Tage machen es besonders schwer Abschied zu nehmen und in die neue Jahreszeit zu gehen. Eine Wahl haben wir nicht. Es geht weiter. Gehört dazu und ohne das eine, wäre das andere nur halb so wertvoll.

Wir sind die letzten Wochen durch etliche Pfützen gehüpft. Haben dadurch Menschen zum Lachen und hoffentlich auch zum Nachmachen gebracht. Wir haben die Schätze des Waldes gesammelt, bestaunt und begriffen. Vor allem mit Sternchen ist es eine sehr bewusste Herbstsaison dieses Jahr.

Am Wochenende sind uns die Blätter um die Nase geflogen und es haben sich Sonne und Regen den Himmel geteilt. Fast den ganzen Sonntag waren Regen und Sonne gleichzeitig da und haben uns den letzten Tag auf unserer Gemeindefreizeit versüßt.

Für diesen Herbst habe ich mir vorgenommen ganz bewusst mit ihm umzugehen. Den Regen am Morgen nicht genervt zu begrüßen, sondern ihm seinen wichtigen Stellenwert zuzugestehen und für mich nach besonderem Momenten zu suchen. Ich mag die deutsche Mentalität zum Wetter selten und im Herbst gar nicht. Es ist leicht meine persönliche Stimmung auf etwas zu schieben, dass ich nicht verändern kann und natürlich bin ich auch überhaupt nicht frei davon. Ich liiiiiebe Sonne. Den Sommer. Aber ich liebe auch den Herbstwind, den Geruch nasser Erde und zu sehen, wie die Natur zur Ruhe kommt.

Ich will es ihr gleichtun, habe den Herbst mit meiner stillen Zeit begonnen und habe heute fast alle Termine für diese Woche abgesagt, weil es Sternchen nicht gut geht. Vielleicht geht es ihr heute Nachmittag auch wieder besser. Dann freu ich mich sehr. Aber vielleicht brauchen wir auch als Familie ein bisschen Blues diese Woche und keinen Stepptanz.

Ich kam mit viel Energie und Freude von der Freizeit gestern. Habe Pläne gemacht für diese Woche. Überlegt was die Kinder in ihren Adventskalender bekommen und warum ich ihnen doch einen mache, obwohl ich letzte Woche noch das Gegenteil gesagt habe. Letzte Woche war zu voll. Zu schwer. Und wenn ich dann spüre, dass es mir sogar zu schwer erscheint meine Liebessprache auszudrücken, dann ist es sicher zu viel und ich darf die Bedürfnisse meiner Liebsten und meine eigenen sehen und unseren Alltag danach ausrichten. Am eindrücklichsten ist das immer für mich, wenn ein Kind krank wird und ich gar nicht anders kann, als zuhause zu bleiben.

Dann ist eben so. Stille Zeit, Hörbücher und ganz viel Wäsche. Worte und Bücher, lachen und gesund werden. Anstatt damit zu hadern, dass Sternchen krank geworden ist und irgendjemanden die Verantwortung dafür zuzuschieben.

Es ist Herbst. Nass und kalt. Dunkel und leise. Hallo Herbst, lass uns ein bisschen tanzen, bei Kerzenschein und Musik.

Ein Gedanke zu „Herbstblues“

  1. Liebe Jasmin, ich liebe die Jahreszeit 🍂🍁🫖☔️ das zur Ruhe kommen…gemütlich machen mit Tee und Kerzen. Vorbereitung auf die Adventszeit 😍 wünsche dir eine schöne Woche und gute Besserung an Sternchen 😘

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