Allgemein, Glaube im Alltag, Tiefgang

Stille und Lärm

Ich komme aus meinen stillen Tagen, die aber schon wieder über eine Woche hinter mir liegen. Hinein in die volle Überforderung des Familienalltags hin zu fünf Tagen ohne Mann und Papa. Jetzt sitze ich bei meiner Mama und meinem Papa auf dem Sofa. Kinder spielen oder Schläfen. Cousins haben sich viel zu erzählen.

Ich sitze und schaue zurück auf diese ganz besonderen Tage in Freiburg. Still laufend, lesend, betend. Ich habe mit niemandem gesprochen, außer es war notwendig (Höflichkeit beim Frühstück oder andere gesellschaftliche Gepflogenheiten). Ich habe die Stille genossen und meine Familie so vermisst. Habe ein Buch mit über 600 Seiten in weniger als 24 Stunden gelesen. Ja, das geht. Wenn man sich sonst um nichts und niemanden kümmern muss.

Fundstück beim Wandern

Diese Pause war wirklich notwendig und ich hatte Zeit mich zu sortierten und habe es tatsächlich geschafft nichts zu machen, was wichtig gewesen wäre.

Zu spüren, dass ich weiß was ich brauche und mich um mich kümmern kann, war schön und hat mich daran erinnert, dass ich es wert bin.

Gott sei Dank habe ich einen Mann, der mich bei so etwas unterstützt und ermutigt. :-*

Der Lärm und die viele Liebe zuhause haben mich im ersten Moment total überfordert und ich habe bemerkt, dass ich die letzten Monate zu wenig auf meine Grenzen geachtet habe. Das wird jetzt wieder anders werden, Ich brauche Zeiten für mich allein, in denen ich nichts tun muss und niemandem einen Gefallen tue, außer mir. Das mag selbstsüchtig klingen, ist aber ok.

Die letzten Wochen waren ereignisreich und wunderschön. Mein Buch verkauft sich ganz gut und es gibt Pläne für die nächsten Monate. Der Weihnachtsmarkt steht in den Startlöchern. Die Eingewöhnung läuft ganz gut. Und in allem Schönen und Neuem liegt diese alte tiefe Verbundenheit zu meinem Gott und Schöpfer, der mir immer wieder neue Ideen schenkt, neue Menschen in unserem Leben und neue Erkenntnisse. Und egal wie alt ich werde, es bleibt spannend. Das Leben bedeutet Veränderung. Und Leben heißt Stille und Lärm wechseln sich ab, beides hat seinen Anteil in mir und ist mir lieb.

Ich freue mich schon auf die nächste Auszeit, vielleicht dann nicht alleine sondern mit lieben Freundinnen. Und bis dahin genieße ich Fülle, Lärm und das volle Leben.

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