Ich bin immer noch ganz überwältigt von gestern. Die erste Lesung meines Buches habe ich ganz bewusst bei uns Zuhause veranstaltet. Ich wollte mich so wohl wie möglich fühlen. Es waren sehr enge Verwandten da, beste Freunde, neue Bekannte, Verbündete. Als einer meiner ältesten Freunde dann plötzlich vor der Tür stand, den ich Jahre nicht gesehen habe, hat mich die Aufregung doch gepackt. Meine Beine haben gezittert und ich musste kurz in ein anderes Zimmer. „Was mache ich hier eigentlich?“
Ich hab mich im Spiegel angeschaut und versucht mich mit den Augen Gottes zu Sehen, habe tief durchgeatmet und bin nach vorne. Gäste begrüßen, Kaffee kochen, lächeln und freuen. Und dann hab ich es auch gespürt. Das will ich. Meine Gaben vereinen.
Gastfreundschaft, Gemeinschaft stiften, Musik und Worte.
Als die Lesung zu Ende war, war ich glücklich und bin es noch. Ich bin so dankbar, dass ich ermutigt wurde es zu wagen und mich Menschen begleiten, die daran interessiert sind, dass es mir gut geht und ich obwohl ich in Elternzeit bin und mit den beiden Kindern gut beschäftigt, auch wirken kann.
Die Rückmeldungen meiner Gäste haben mich tief berührt und weiter ermutigt. Jetzt geht es darum das Buch unter die Leute zu bringen. Ein Anfang ist gemacht und ich werde mir die nächsten Wochen ein paar Sachen einfallen lassen und muss aktiv auf Menschen zugehen. Muss mich wieder zeigen und signalisieren, dass ich gerne darüber sprechen und daraus vorlesen möchte. Und gleichzeitig möchte ich vertrauen. Das hat bisher ganz gut geklappt. 🙂
Das nächste Buch wird wohl von Monstertrucks handeln, das wünscht sich Knöpfchen zumindest, mal sehen was mit dazu einfällt.
