Bald kommt unsere kleine Maus in den Kindergarten. Nur noch zwei Wochen, dann geht sie jeden Morgen mit ihrem großen Bruder in die Kita.
Sie spürt es. Packt jetzt schon jeden Morgen ihren Rucksack und geht mit entschlossener Miene in den Hof der Kita. Jeden Tag erkläre ich ihr, dass es nicht mehr lange dauert. Sie lächelt. Will bleiben. Und kommt dann doch an meiner Hand mit zurück.
Mein Mamaherz ist voller Gefühle. Stolz, Verwirrung, Angst, Freude. Ich kann mir keinen schöneren Ort für meine Kinder vorstellen. Und doch werden die nächsten Wochen hart für uns, für Sternchen, Knöpfchen, Papa und Mama.
Es könnte sein, dass Sternchen sich total schnelle eingewöhnt. Sie kennt viele Menschen dort und fühlt sich wohl. Es könnte aber auch anders kommen und ich bin froh, dass ich die nächsten zwei Monate (mindestens) meinen Fokus darauf legen kann, ihr den Start zu erleichtern.
Und natürlich regen sich in mir diverse Gedanken. Was mache ich, wenn meine Kleine auch ein paar Stunden fremd betreut wird? Ist es dann überhaupt noch legitim zuhause zu bleiben und nicht (für Geld) arbeiten zu gehen? Zum Glück habe ich gute Freundinnen, die mir zusprechen, dass ich mir darüber erstmal keine Gedanken machen muss. Auch mein Mann sieht das so. Zum Glück. Und doch…ich will offen sein, für das was vielleicht auf meinem, auf unserem Weg liegen könnte und was diese neue Freiheit bedeuten könnte.
Aber zuerst lese ich jetzt ein Buch mit dem Titel „Einen Sch*** muss ich.“ Ich denke das bereitet mich gut auf die nächsten Monate vor. Und wenn dann das erste Kind im Herbst krank ist, das zweite folgt und mein Mann und ich wahrscheinlich folgen, werde ich wahrscheinlich erleichtert sein nicht ubereilt eine Entscheidung getroffen zu haben.