Alltag als Mama

Jeden Tag

Jeden Tag die Betten machen.

Jeden Tag die Küche machen.

Jeden Tag kochen.

Jeden Tag dafür sorgen, dass der Kühlschrank gefüllt ist.

Jeden Tag Blumen gießen.

Jeden Tag dafür sorgen, dass wir saubere Klamotten im Schrank und an haben.

Jeden Tag lüften.

Jeden Tag… ist viel zu tun. Kaum sitze ich fällt mir ein, dass Knöpfchen neue Sandalen, Sternchen neue Bodies und ich meine Allergietabletten brauche. Ich bin ein recht gut strukturierter Mensch, denke an vieles ohne es mir irgendwo aufgeschrieben zu haben. Als ich aber gestern meine Ablage sortiert und dabei Unterlagen vom Mutterschutz von Sternchen gefunden habe, habe ich dann doch kurz gestutzt… so lange habe icb meine Unterlagen nicht sortiert? Zum Glück ist nichts verschütt gegangen und ich habe keine unbezahlten Rechnungen oder sonstiges entdeckt. Ich staune, wie gefüllt die Tage sind und was ich alles mache und was ich trotzdem nicht schaffe.

Jeden Tag kommen neue Aufgaben dazu, jeden Tag erledige ich viel und doch ist vieles so kleinteilig, dass ich am Ende des Tages manchmal nicht weiß, warum ich den ganzen Tag soviel zu tun hatte. Ich suche mir dann absichtlich Dinge, die sichtbar sind. Räume das Kinderzimmer um, richte unser Übergangsgästezimmer her und bin dann natürlich noch geschaffter, als wenn ich nur die täglichen Dinge mache.

Jeden Tag wollen die Kinder meine ungeteilte Aufmerksamkeit und manchmal habe ich einfach keine Lust zu spielen. Aber zuschauen kann ich, mich im gleichen Zimmer aufhalten, mein Handy weglegen. Oft reicht das schon.

Jeden Tag leben. Das möchte ich. Dazu gehört auch, mich über ein ordentliches und gemütliches Zuhause zu freuen. Möchte aber nicht, dass diese Dinge mich gefangen nehmen und zu sehr beanspruchen. Deshalb ist das Gästebett jetzt einfach eine Matratze geworden und ich habe darauf verzichtet das Bett aus dem Keller hochzuschleppen und aufzubauen. Ich denke, es wird unseren Gästen trotzdem gut gehen.

Leben. Jeden Tag. Darum geht’s.

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